Regelbetrieb
Aus Melin DokuWiki
Nach Abschluß der Installationarbeiten kann das System in den Live/Regelbetrieb übergehen. Im Livebetrieb werden erhöhte Anforderungen an das System gestellt die in der Implementierungsphase keine Rolle spielen:
- Verfügbarkeit möglichst 100% - Automatischer Neustart nach Reboot des Servers - Backup-System und Failover
Zusammenfassung der Prozesse
Melin selbst besteht aus zwei Komponenten die getrennt gestartet werden können:
Komponente Liefert nach dem Start Tomcat Application Server
Web-Interface (GUI) mit Worfklow-Designer WebDAV-Server Hintergrund-Daemon Ausführung der Workflows (Grids)
Application Server
Der Tomcat Application Server sollte immer laufen da er das Benutzerinterface bereitstellt. Unter Unix muß die Datei ./tomcat/bin/startup.sh gestartet werden, unter Windows gibt es die Batchdatei in c:\melin\start_melin2_server.bat oder alternativ die Datei c:\melin\tomcat\bin\startup.bat.
Unter Unix wird der Server angehalten mit ./tomcat/bin/shutdown.sh, unter Windows ist das die Datei c:\melin\tomcat\bin\shutdown.bat. Daemon
Der Daemon übernimmt die Ausführung der Workflows (Grids). Wenn sie die ersten Schritte mit Melin unternehmen und noch keine Workflows ausführen wollen haben kann es sicherer sein den Daemon nicht zu aktivieren. Das entwerfen von Workflows ohne den Daemon ist möglich, diese werden erst ausgeführt wenn der Daemon gestartet und das Grid aktiviert wurde.
Der Daemon kann über die Oberfläche von Melin gestartet werden werden im Menü „Workflow“ / „Serverprozesse“.
Es ist auch möglich den Daemon manuell zu starten.
Zum Start muß unter UNIX die Datei ./msite/demon/startup.sh ausgeführt werden, unter Windows entspricht das der Batchdatei c:\melin\start_melin2_workflow.bat oder alternativ der Datei c:\melin\msite\demon\startup.bat.
Angehalten wird der Daemon mit der Datei „shutdown.sh“ bezw. „shutdown.bat“ im selben Verzeichnis.
Der Daemon muß im Regelbetrieb immer aktiv sein und sollte nur im Notfall terminiert werden. Bei einer Terminierung gehen alle Dokumente verloren die sich zur Zeit in der Ausführung befinden. Befindet sich der Daemon im Leerlauf kann er gefahrlos beendet und wieder gestartet werden.
Ein Neustart des Application Servers führt nicht zwangsläufig zum Start des Daemons. Es handelt sich um getrennte Prozesse. Nach einem Serverabsturz sind also beide Prozesse separat neu zu starten.
Kontrolle
Nach dem Start des Daemons erhält man im Logfile unter ./msite/demon/logs/console.log umfangreiche Informationen über die aktuellen Aktivitäten des Daemons.
Das Logfile zum Application Server befindet sich unter ./tomcat/logs/catalina.out, hier finden sich jedoch nur in Ausnahmefällen relevante Informationen. Aus dieser Datei kann rekonstruiert werden wann sich welcher Benutzer im System eingeloggt hat.
Der sicherste Weg um zu kontrollieren ob der Daemon läuft ist ein Workflow-Grid das in regelmäßigen Abständen eine Kontrolldatei schreibt.
Dieser Workflow schreibt alle 10 Minuten (=600 Sekunden) die Datei /home/melin/run.txt neu. So kann mit einem Blick erkannt werden wann der Daemon das letze mal Aktiv war.
Backup und Failover
Um eine ausfallsichere Installation zu Implementieren ist eine Datenbank unbedingt notwendig. Diese sollte auf einem dritten System liegen so daß sich folgende Architektur ergibt:
SQL-Datenbank
Melin 2 (Live)
Melin 2 (Backup)
Die externe Datenbank wird in Melin als „zentrale Datenbank“ (unter „Voreinstellungen“ / „zentrale Datenbank“) hinterlegt.
Anschließend wird die komplette Installation von /home/melin bezw. c:\melin auf das Backup-System übertragen. Ein erneuter Übertrag ist erst erforderlich wenn Workflow-Grids geändert werden, wobei es sich herausgestellt hat daß in den meisten Fällen auf dem Backup System nicht alle Workflows aktiviert werden (z.B. ohne Systemdienste, BounceMail-Klassifizierung) da die meisten Aktivitäten auch zeitversetzt durchgeführt werden können.
