Einstellungen:Systemkonfiguration
Aus Melin DokuWiki
In der Pfad- und Systemkonfiguration werden die wesentlichen Pfadeinstellungen und die Richtlinien für den Umgang mit Daten vorgegeben.
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[bearbeiten] Standard-Mailserver (SMTP/MTA)
Über diesen Server werden Mails ausgeliefert wenn nichts anderes im jeweiligen Spezialfall konfiguriert ist.
In vielen Workflows von Melin werden Mails verschickt. In jedem dieser Workflows kann man separate SMTP-Server eintragen um die Last zu verteilen. Zum Beispiel bietet es sich an komplette Mailings über einen eigenen SMTP-Server zu verschicken, Vorschau-Mails jedoch über den Melin-Server selbst. Bei Mailings an mehr als 20.000 Empfänger entsteht oft eine Warteschlange im Sendmail/Postfix/Exim so daß parallel gestartete Vorschau-Mails von anderen Mailings erst mit Verzögerung ankommen.
Um die Konfiguration zu vereinfachen kann man in jedem Emailsender-Plugin im Workflow als Wert DEFAULT-MAILSERVER eintragen (Standardmäßig ist das bei allen so gemacht). Dieser Parameter wird ersetzt durch den Wert der hier konfiguriert ist.
[bearbeiten] Server URL
Die URL unter der Melin erreichbar ist, zum Beispiel http://www.melin.de:8200. Die Zeile muss identisch mit dem sein was Sie im Browser eingeben um Melin aufzurufen. Wenn dieser Wert nicht stimmt öffnet sich das Java-Applet mit dem Workflow-Designer nicht. Java-Applets haben die Eigenschaft nur Daten von genau der URL nachzuladen von der sie selber geladen wurde, daher erkennt man hier sofort wenn etwas nicht passt.
[bearbeiten] Seriennummer
Die Seriennnumer wird hier eingegeben und schaltet anschließend sofort die Funktionen frei. Unter "Allgemein" kann man kontrollieren ob die Seriennummer erkannt wurde.
[bearbeiten] Backend User
Die Daten der Melin-Anwender(Login, Rechte, Emailadresse) können wahlweise in einer SQL-Datenbank oder in XML-Dateien gesichert werden. Mit dem kleinen Link "Bestehende Daten verschieben" kann man die vorhandenen Daten zwischen den beiden Datenhaltungen hin- und herkopieren.
Unterschiede in der Anwendung gibt es keine. Welche der Datenhaltungen man verwerdet muss fallweise unterschieden werden. Bei Cluster-Installationen muss es die Datenbank sein, sonst muss man die XML-Daten mit den Zugangsdaten replizieren. Da erfahrungsgemäß mehr User in eine Datenbank schauen können als auf den Server wurde beschlossen die Passwörter in der Datenbank verschlüsselt abzulegen (MD5), im Filesystem liegen diese erstmal unverschlüsselt.
[bearbeiten] Betriebsmodus
Wenn Sie diesen Text lesen sollte ihr Betriebsmodus "STANDALONE" sein. Die Alternativeinstelung (Hosting-Betrieb) verändert die Userverwaltung als ganzes. Melin wird auch als Homepage-Baukasten mit vielen Tausend Usern eingesetzt, die Zugriffsverwaltung läuft hier komplett anders und wird von externen Systemen gesteuert.
[bearbeiten] Personenbezogene Daten bereinigen
Solange der Kunde ein Abonnement hat besteht eine Kundenbeziehung und die Daten dürfen erfasst werden. Meldet der User sich vom letzten Newsletter ab endet die Kundenbeziehung und die persönlichen Daten müssen gelöscht werden. Melin entfernt in der Standardeinstellung alle persönlichen Daten bis auf die Emailadresse, Name- und Vorname und ggf, Anrede, Diese Daten werden zum Auffinden des Users noch benötigt.
Bei der Einstellung "Niemals" werden die Kerndaten (Email, Vorname, Nachname, Anrede) unbegrenzt vorgehalten. Meldet sich ein Abonnent wieder an erhält er seine alte Kundennummer bezw. interne ID.
"Nach drei Monaten" löscht die Kerndaten nach drei Monaten. Meldet sich der Abonnent innerhalb von drei Monaten wieder an erhält er seine alte interne ID (SYSTEM_CUSTOMER_ID). Im Backend ist die Historie fortlaufend zu sehen. Meldet er sich nach den drei Monaten wieder an bekommt er eine neue Nummer.
"Jeden Tag" löscht die Kerndaten jede Nacht. Meldet sich der Abonnent innerhalb vor Mitternacht an erhält er seine alte interne ID (SYSTEM_CUSTOMER_ID). Im Backend ist die Historie nur dann fortlaufend, ansonsten bekommt er eine neue Nummer.
Genauere Informationen finden sich in der Seite "Implementierung und Einstellungen zum Datenschutz".
[bearbeiten] Virtuelle Queue
Die Melin Workflow-Engine ist dazu ausgelegt viele Millionen Transaktionen pro Stunde durchzuführen. Fällt der Server nun mittendrin komplett aus aus kann es vorkommen daß Daten die gerade im Speicher bearbeitet werden verloren gehen. Beim Mailversand ist das die Mail die gerade im Versand ist. Startet man den Daemon später wieder werden die Jobs weiter fortgeführt, es kann jeoch sein daß eine einzelne Mail dabei verloren geht oder doppelt verschickt wurde (wenn zum Beispiel gerade der Versand durchgeführt wurde aber der Eintrag in die Datenbank noch nicht erfolgt ist). In den allermeisten Fällen kann man damit leben, Server-Totalausfälle sind selten genug und eine so große Prozess-Störung daß dieser Fehler nicht ins Gewicht fällt. Durch eine manuelle Analyse der Logfiles könnte man nach einem Crash sogar immer herausbekommen was genau verloren gegangen ist.
Es gibt jedoch Fälle bei denen Transaktionssicherheit absolute Prioriät hat.Dann kann man die virtuelle Queue einschalten, alle Prozesse werden dann mit Semaphoren im Filesystem und in der Datenbank gesichert. Allerdings reduziert diese Option die Versand- und Verarbeitungsgeschwindigkeit ganz erheblich. Faustregel: Ist Ihr Fenster eine Plastikfolie? Weht draußen Sand und Ihre Stomversorgung kommt von einem Dieselgenerator? Wenn Sie diese Fragen mit "nein" beantworten können dann lassen Sie die Virtuelle Queue weg.
[bearbeiten] CSV Import
Ein oft genutztes Feature in Melin ist der CSV Import. Wenn dieser nur von wenigen genutzt wird dann kann man den CSV Import "offen" lassen: es können dann beliebige Felder importiert werden, auch Zusatzfelder. Wen jedoch eine große Zahl Anwender Zugriff hat besteht die Gefahr daß diese die Datenbank "zumüllen" weil einfach irgendwelche Excel-Dateien hochgeladen werden die neben den Kerndaten der Abonnenten beliebige andere Daten enthalten. Hier haben wir schon Kreditkartendaten gesehen, Infos aus Wartenwirtschaft und Buchhaltung und vieles weitere. Wenn diese Gefahr besteht kann man die Felder beschränken, Melin nimmt dann nur Importe an die "erlaubte" Felder enthalten. Die erlaubten Felder kann man in einer Datei SITE-DIR/demon/config/csvuploadfields.xml festlegen, zumindest EMAIL, LAST_NAME, FIRST_NAME und SALUTATION sollte darin enthalten sein.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <DOCUMENT> <NEWSLETTER_ID>1</ NEWSLETTER_ID> <EMAIL>1</EMAIL> <LAST_NAME>1</LAST_NAME> </DOCUMENT>
Die Freigabe der NEWSLETTER_ID ermöglicht den Import auch in fremde Verteiler, das sollte man sich auch überlegen.
[bearbeiten] Wording
Bei manchen Kunden heissen Newsletter nicht Newsletter sondern Webletter, Empfängerlisten heissen Abonnentenlisten. Manchen Franzosen gefällt unsere Übersetzung nicht, genauso Chinesen. Mit der Option "Wording" erscheint unten in der Nutzeroberfläche eine neue Option und man kann alle Wörter auf der Seite austauschen die man gerade sieht, auch die Übersetzung. Die Änderungen gelten immer für das Gesamtsystem. Bisher haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Daten laufen auch auf einen Melin-Server, wenn viele Anwender ein Wort korrigieren wird das für den nächsten Patch vorgeschlagen.
[bearbeiten] Datenbank Wartung
Melin hält Logdaten grundsätzlich erstmal unbegrenzt vor. Mit der Option "Datenbank Wartung" kann man Logeinträge die älter sind als ein Jahr automatisch löschen. Das Betrifft vor allem Bounce Mails und die Öffungs/Klicktabellen die erfahrungsgemäß die größten Datenmengen darstellen. Ist diese Option aktiv kann man maximal ein Jahr zurückschauen bei den Newsletter-Statistiken (was in den meisten Fällen ausreicht). Bounce-Tabellen kann man ansonsten auch manuell in der Bounce-Verwaltung löschen oder direkt in der Datenbank (Tabelle BOUNCE_MAILS, hier kann man gefahrlos Einträge löschen, es gibt keine Querverweise).
